Oberstdorf ist ein Naturparadies

- darin sind sich alle, Urlauber wie Einheimische, einig. Die idyllische Lage im Talkessel, der von den schroffen Berggipfeln umgeben ist, bietet den perfekten Ausgangspunkt für sportliche Aktivitäten. Kein Wunder, dass jedes Jahr neue Oberstdorf-Liebhaber dazu gekommen und von dem vielfältigen Urlaubsort begeistert sind. Egal, ob Wanderer, Kletterer, Mountainbiker, Genussradler, Alpinist oder Ausflügler - was alle eint, ist die Freude an der Natur und die Begeisterung am "Draußen sein". Damit auch jeder Spaß an der Bewegung hat, ist es wichtig, einige Grundregeln zu beachten. Die gegenseitige Rücksichtnahme gehört unbedingt dazu – unabhängig davon, ob man auf zwei Rädern oder auf zwei Beinen unterwegs ist.
Die Kampagne „Zämed duss – zusammen draußen“ soll ein kleiner Anstoß sein, sich gegenseitig mit Respekt zu begegnen und in Erinnerung rufen, dass alle nur aus dem einen Grund draußen unterwegs sind: um die Natur zu genießen. Die Intention ist bei Wanderern und Radfahrern genau die gleiche: die Oberstdorfer Natur zu erhalten, zu entdecken und daran Freude zu haben.
Das Rezept dafür ist ganz einfach:

Das Rezept dafür ist ganz einfach:

1. Rücksicht nehmen

Es gilt „Share the trail“, also die Wege mit anderen zu teilen. Mit einer angepassten Geschwindigkeit und der Anwendung der allgemein gültigen Höflichkeitsformeln ist man immer auf der
richtigen Seite.

2. Freundlich sein

Gerne kann man die Menschen, denen man begegnet, grüßen. Freundlichkeit hat noch keinem geschadet und kommt immer gut an. Um sich bemerkbar zu machen, kann man freundlich rufen und sich auch danach bedanken. Beschimpfungen und Streitigkeiten helfen niemandem weiter.

3. Wanderern den Vortritt lassen

Gerade auf engen oder stark frequentierten Wegen ist es ratsam, als Mountainbiker auch mal abzusteigen und die Wanderer vorbei zu lassen.

4. Die Natur schützen

Wir sind alle zusammen draußen unterwegs und deshalb muss auch das, was uns so viel Spaß macht, geschützt werden. Deshalb gilt für Zweiradler und Zweibeiner: immer den Müll mitnehmen, einen nachhaltigen Umgang mit der Natur pflegen, markierte Wege nicht verlassen, keine unnötigen Drifts und Bremsungen. Dass natürlich auch die Viehgatter immer geschlossen werden, versteht sich von selbst.

5. Auf ausgewiesenen Wegen bleiben

Gerade im Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiet, in dem sich 75 % der Grundfläche von Oberstdorf befindet, ist es wichtig, nicht von den ausgewiesenen Wegen
abzuweichen. Im Naturschutzgebiet der Allgäuer Hochalpen ist das Fahrradfahren nur auf dafür gekennzeichneten
Wegen erlaubt. Es gibt gute Gründe, wieso die Flora und Fauna hier geschützt werden soll und dies gilt es auch zu respektieren. Am besten informiert man sich vorher über eventuelle Wegsperrungen.
Schließlich wollen wir alle noch möglichst lange „zämed duss“ sein.

in den Allgäuer Alpen

Tiere und Pflanzen

Die Allgäuer Hochalpen sind eines der artenreichsten und vielfältigsten Gebirge in den Alpen. Vom WWF wurden es zu einem der 23 wertvollsten Naturschutzgebieten im Alpenraum erklärt! mehr

Naturschutzgebiete

Die Allgäuer Hochalpen sind eines der artenreichsten und vielfältigsten Gebirge in den Alpen. Vom WWF wurden es zu einem der 23 wertvollsten Naturschutzgebieten im Alpenraum erklärt!

  • Schutzgebiet

Die Allgäuer Hochalpen gelten als artenreichstes Gebirge Deutschlands und sind seit 1992 auf 20.724 ha Fläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Größer als einige deutsche Nationalparks ist es mit Abstand das größte Naturschutzgebiet im Regierungsbezirk Schwaben und eines der größten Naturschutzgebiete der Bundesrepublik Deutschland. Große Teile des Gebietes zählen zu den europäisch geschützten Flora-Fauna-Habitaten für die besondere Schutzrichtlinien gelten! 2002 erfolgte die Meldung als Natura 2000 Gebiet. Natura 2000 ist ein europäisches Biotopverbundnetz, das sich die Sicherung der biologischen Vielfalt zum Ziel gesetzt hat. Kern- und Knotenpunkte dieses Netzes sind die Schutzgebiete, insbesondere die Naturschutzgebiete.

  • Vielfältig extrem - Extrem vielfältig

In enger Nachbarschaft gibt es im Naturschutzgebiet steile und flache, windexponierte und windstille, schattige und sonnige Lagen. Mit der Höhe steigen die Niederschlagsmengen (jährlich bis über 3.000 mm). Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht und der UV-Anteil des Sonnenlichtes sind in den Hochlagen extremer, ebenso die Unterschiede in den Schneemengen (in Gratlagen weggeblasen, in Muldenlagen meterdick angehäuft). Mit Erosion, Muren und Lawinen ist der Lebensraum Alpen immer in Bewegung.

  • Basis liegt unter der Erde

Das unterschiedliche Gesteinsmaterial bietet viele verschiedene Lebensbedingungen: u.a. nährstoffreiche, magere, basische und saure Standorte. Durch die Höhe, das Klima und die Dynamik finden unterschiedlichste Tier- und Pflanzenarten viele ökologische Nischen. Charakteristisch im Schutzgebiet sind Schlucht- und Blockwälder, alpine Bäche, Moore und Karseen.